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Das DNN-Update - Sachsen kippt Beherbergungsverbot

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser, der Verwaltungsgerichtshof in Baden-Württemberg hat gestern
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Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,
der Verwaltungsgerichtshof in Baden-Württemberg hat gestern einem Eilantrag gegen das Beherbergungsverbot statt gegeben. Dieses galt bislang für Gäste aus deutschen Regionen, in denen 50 oder mehr neue Corona-Fälle je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen registriert wurden. Das Gericht folgte damit einem Antrag einer Familie aus Recklinghausen in Nordrhein-Westfalen, die in Ravensburg Urlaub machen wollte.
Urlauber mit Reiseziel Dresden können sich den Gang zum Gericht sparen. Denn hier hat die Staatsregierung das Beherbergungsverbot für Sachsen aus eigenem Antrieb gekippt. Es gebe, argumentieren Gericht und Freistaat keine dringenden Anhaltspunkte, dass Hotels und Pensionen „Treiber“ des Infektionsgeschehens seien, so dass drastische Maßnahmen nötig seien. Heißt im Umkehrschluss: die reine Vorsicht genügt nicht als Begründung, individuelle Freiheitsrechte einzuschränken.
In der Tat ist das zu hinterfragen. Auch die ominöse Zahl „50“ ist nicht in Stein gemeißelt. Nehmen wir den Kreis Recklinghausen im Ruhrgebiet. Er zählt knapp 620.000 Einwohner. Dort gab es gestern aktuell 659 Infizierte. Und natürlich noch weitere, die das Virus in sich tragen, ohne es bislang zu wissen. Aber reicht das aus, dem Rest der Bevölkerung die Einreise zu verwehren? Urlaub ist wichtig. Und ob die Ausbreitung bundesweit betrachtet bei einem Spaziergang in der Natur der Sächsischen Schweiz höher ist, als beim Bummel durchs Shoppingparadies darf doch arg bezweifelt werden.
Das heißt aber auch, dass jeder einzelne die Pflicht hat, sich den Hygiene- und Abstandsregeln entsprechend zu verhalten. Die Politik sollte sich darauf konzentrieren, die wenigen Ignoranten zur Räson zu bringen und Prioritäten zu setzen. Kinder müssen in die Kita und zur Schule, Erwachsene zur Arbeit gehen können. Wenn man auf den Besuch von Fußballspielen, Konzerten oder Clubs verzichten muss, ist das nicht schön, aber auch nicht lebensbedrohlich. Selbst ein Jahr ohne Striezelmarkt würden wir überleben.
Kommen Sie gut durch den Tag
Ihr
Dirk Birgel
DNN-Chefredakteur

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